Ski- und Pistenunfall

In Österreich geschehen in einem Jahr mehr Ski- und Pistenunfälle (über 50.000) als Verkehrsunfälle (circa 37.000). In einem Winter mit Schneemengen wie  2018/2019 und einem dementsprechend großen Andrang auf den Pisten sind Skiunfälle an der Tagesordnung.

 

Die häufigste Unfallursache ist dabei Fehleinschätzung durch die Wintersportler in Bezug auf Faktoren wie Fahrkönnen, Fitness, Pistenverhältnisse, Material, Müdigkeit und in manchen Fällen Alkohol. 94 % der Pistenunfälle geschehen ohne Fremdeinwirkung, nur bei circa 6 % der Unfälle auf Pisten sind zwei oder mehr Pistenbenützer beteiligt.

 

Unfälle mit Fahr- und Aufprallgeschwindigkeiten von über 50 Kilometern pro Stunde können zu schwersten Verletzungen bis hin zum Tod führen. Helme sind ein effektiver Schutz für den Kopf, bieten aber keinen Schutz der Wirbelsäule und der Extremitäten. Eine allgemeine, gesetzliche Helmpflicht auf Skipisten besteht in Österreich bisher nicht, auch die Verwendung von Protektoren ist nicht verpflichtend.

 

Auch wenn keine gesetzliche Verpflichtung besteht, kann die Nichtverwendung von Schutzausrüstung zu substanziellen materiellen Nachteilen führen. Versicherungen prüfen in jedem Fall ein mögliches Mit- oder Eigenverschulden. Die Nichtverwendung eines Helmes wird in manchen Fällen als Mitverschulden beurteilt und schmälert den Anspruch des oder der Verletzten auf Schadenersatz und damit verbundenes Schmerzengeld.

 

In jedem Fall sollte nach einem Unfall geprüft werden, in welchem Zustand die Piste zum Zeitpunkt des Unfalls war. Es gibt Konstellationen in denen der Pistenerhalter (in aller Regel die Liftbetreibergesellschaft) wegen mangelhafter Pistenwartung zur Haftung herangezogen werden kann.

 

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