Tirol, Freizeitwohnsitze und Kapitalertrag

„Freizeitwohnsitze“ sind nach Definition des Tiroler Gesetzgebers im Raumordnungsgesetz Unterkünfte, die nur zum Aufenthalt während Urlaub, Ferien, Wochenendes oder sonst nur „zeitweilig zu Erholungszwecken“ verwendet werden.

 

Das Bemühen des Tiroler Gesetzgebers zielt darauf ab, erschwinglichen Wohnraum zu Gunsten der steuerzahlenden einheimischen Bevölkerung auf den Markt zu bringen. In Tirol treibt seit Jahrzehnten der Tourismus die Preise auf dem privaten Wohnungsmarkt. Die Politik bemüht sich seit Jahrzehnten, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Mit zunehmendem Erfolg.

 

Nicht erfasst von der Freizeitwohnsitzregelung ist der Erwerb von Immobilien als Anlageobjekt für Private. Eine Immobilie repräsentiert in weiten Teilen Tirols einen inflationsgeschützten Geldwert, der für viele Sparer in Europa, namentlich in Deutschland, ein sicherer Hafen für ihr Erspartes ist. Das sind Anleger für die eine Urlaubsnutzung keine Rolle spielt. Sie fallen nicht unter das Verbot und erwerben (bebauten) Grund und Boden in schönen Regionen die ausreichend stabil und aussichtsreich sind um dort langfristig in Immobilien zu investieren. Genutzt wird die Immobilie entweder nicht oder nur zur kurzfristigen Vermietung. Zulässige Vorgänge nach den Bestimmungen für Freizeitwohnsitze. Der Druck auf den privaten Wohnungsmarkt kann unter diesen Voraussetzungen nicht geringer werden.

 

Es ist damit zu rechnen, dass die Regelung nachgeschärft wird. So lange das noch nicht der Fall ist, lässt das Tiroler Raumordnungsgesetz Menschen die hier investieren wollen Möglichkeiten offen.

 

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